Mats Moraing: "Meinen Onkel und Vater überhole ich noch"

Mats Moraing gewann sein erstes Challenger in Koblenz. Ein absoluter Sympathieträger ist der "Lange" aus Mülheim an der Ruhr.
Mats Moraing gewann sein erstes Challenger in Koblenz. Ein absoluter Sympathieträger ist der "Lange" aus Mülheim an der Ruhr.

Mats, Du hast dein erstes Challenger in Koblenz gewonnen. Wie sind deine Erinnerungen an das Turnier?
Natürlich nur Gute, denn es war mein größter Erfolg der Kariere. Es waren sehr viele Zuschauer, die eine außergewöhnliche Stimmung verbreitet haben. Vor heimischen Publik zu gewinnen ist etwas Besonderes.

 

Du kamst als letzte Spieler mit einer WC in das Hauptfeld nach einem Turnier in Thailand. In 2019 wirst du die Qualifikation zu den Australian Open spielen. Falls du dich nicht qualifizierst, würdest du uns wieder beehren?
Dann würde ich die Mission Titelverteidigung natürlich in Angriff nehmen.

Du hats dein Ranking das ganze Jahr sehr stabil um die 150 gehalten. Ist es eher eine Stabilisierung deiner Leistung für dich oder Stillstand?
Es ist die bisher beste Saison meiner Karriere. Und trotzdem geht es nicht immer nur bergauf. Ich habe zu Beginn der Saison sehr viele Punkte geholt und musste mich dann erstmal akklimatisieren. Auf diesem Level spiele ich ja noch nicht so lange. Ich greife jetzt bei den letzten Turnieres des Jahres nochmal voll an.

Worin siehst du dein größtes Entwicklungspotential, woran arbeitest du im täglichen Training?
Das Wichtigste ist für mich die mentale Seite. Tennis spielen können alle um einen herum. Aber wer kontinuierlich in den TOP 100 steht, spielt vor allem konstanter als seine Konkurrenten und das hängt eben letztlich mit der mentalen Seite des Spiels zusammen.

Du bist auch einer dieser Quereinsteiger, die ohne besonders große Förderung seitens der Verbände in die TOP 200 der Welt vorgestoßen sind, wie zum Beispiel auch ein Yannick Hanfmann oder ein Dominik Koepfer. Wie schafft man das? Ist das nur in einer Art Familienunternehmen möglich? Dein Onkel Peter ist ja bekanntlich dein Trainer.
Ein Weg über das College wäre auch möglich gewesen. Aber mein Vater und Onkel sind zum Glück Trainer und das ist natürlich eine große finanzielle Erleichterung.

Dein Vater Heiner (ATP 135) und dein Onkel Peter (ATP 142) standen noch einige wenige Plätze höher als du in der Weltrangliste (Mats Highscore bisher 148). Das muss doch Antrieb genug sein, sich zu verbessern. Wann knackst du ihre Rankings?
So früh wie möglich! Das ist schon witzig, dass unsere Highscores nur so wenige Plätze auseinander liegen. Ich arbeite daran, sie zu überholen und die Lücke größer werden zu lassen.

Welche Turniere spielst du noch in 2018?
Ortisei, Stockholm, Brest, Eckental und Mouilleron le Captif. Zunächst mal muss ich aber gesund werden. Mich hat die Erkältung noch im Griff.

Mit wem außer Oscar Otte (Man sieht euch andauernd zusammen) hängst du gerne rum auf der Tour?
Vornehmlich mit den Deutschen Spielern. Aber ich komme generell mit allen ganz gut klar

Welche Schlagzeile würdest du gerne nach 2019 lesen?
Dass ich eine noch erfolgreichere Saison gespielt habe und in die TOP 100 eingezogen bin.