Mit Kenny ist das Finale von 2018 komplett

Er war in 2018 war schon mehrmals kurz davor auszuscheiden, aber der Franzose Kenny de Schepper fightete sich immer wieder zurück. Unvergessen sein Match gegen Alexey Vatutin, als dieser einen ultraleichten Volley beim Matchball in die Netzwurzel versenkte und danach mental komplett einbrach. 4 Runden lang hatte Kenny jeweils den ersten Satz verloren und kam mit all seiner Ruhe, Routine sowie einem großen Kämpferherz immer wieder zurück. Bis zum Finale als er auf einen völlig elektrisierten Mats Moraing traf, der seinen ersten Challenger Titel gewinnen sollte. Heiko Hampl freut sich, dass mit der Meldung von Kenny beide Finalisten kommen wollen. In ein kleines Fettnäpfchen war er bei Kenny übrigens getreten, als er seinen Trainer zu seinem Vater machte, aber wen wunderts, dass Kenny den Fauxpax charmant weglächelte und den etwas rot angelaufenen Turnierdirektor aufklärte. Nach dem Finale fragte Hampl bei de Schepper nach, ob ihm angesichts der 4 langen Dreisatzmatches in den Runden davor etwas die Puste ausgegangen sei, doch De Schepper erkannte ganz sportsmanlike an, dass Mats mit dem Break zum 1:0 im ersten Satz alle Fesseln von sich geworfen hatte, fehlerlos agierte und damit einfach nicht zu bremsen war.
Der Rest des Jahres lief dann nicht mehr so erfreulich für Kenny. Nur ein Halbfinale beim Challenger von Rafa Nadal auf Mallorca steht noch als nennenswerter Erfolg zu Buche. 1.600.842 Dollar hat er seit 2010, dem Jahr als er Profi wurde, erspielt. In 2014 erreichte er seine Bestmarke auf der Weltrangliste mit Platz 62.
Bienvenue, Kenny!