Mit Platz drei geben wir uns nicht zufrieden

Heiko, in vier Monaten kommt es zur dritten Auflage der Koblenz Open. Wirf  doch zunächst mal einen Blick zurück!
Unglaublich, dass es schon wieder 8 Monate her ist, aber die Bilder habe ich noch klar vor Augen und es sind wunderschöne Bilder. Der Dienstag als Benny Hassan und Jan Choinski ihre Matches gegen Ernests Gulbis und Tommy Robredo gewannen, war außergewöhnlich stimmungsvoll. 2000 Zuschauer an einem Tag der ersten Runde begrüßen zu dürfen, ist nicht selbstverständlich. Das war nicht zuletzt auch das Ergebnis des Vereinstages mit dem Tennisverband Rheinland, der natürlich nach diesem Erfolg eine Neuauflage erfahren wird. Generell gilt es die Beziehung zu den Vereinen zu stärken, das wird sich für beide Seiten rechnen.

Warst du denn insgesamt mit den Zuschauerzahlen zufrieden?
Auf jeden Fall! 10.900 Tennisfans haben die Koblenz Open gesehen. Das ist eine tolle Zahl und macht uns weltweit zum drittmeist besuchten Challenger der 43.000 er Kategorie. Mit Platz drei geben wir uns aber nicht zufrieden.

Siehst du noch Potential das zu steigern und wie soll es funktionieren?
Wir werden noch weitere Kooperationen eingehen, mehr Reichweite und eine höhere Frequenz in die Werbung bringen. Wir haben zwei local heroes mit Benny und Jan. Das ist eine sehr gute Voraussetzung. Und wir haben das großartigste Publikum, das man sich wünschen kann.
Es macht Sinn mehr und mehr sogenannte side-events, also Nebenveranstaltungen zu kreieren. Das hat dieses Jahr mit dem Symposium „Tennis als Ganzjahressport“ in Zusammenarbeit mit dem Tennisverband Rheinland-Pfalz wunderbar geklappt. Solche Bausteine müssen wir noch mehr entwickeln und an das Turnier andocken. Der Termin zu Beginn eines Jahres ist ein echtes Plus und aus diesem Vorteil müssen wir noch weiteren Nutzen ziehen.

Gibt es schon ein Event, das neu hinzukommt in 2019?
Ja. Wir werden am Sonntag, dem 13. Januar, einen großen Familientag mit der Rhein Zeitung veranstalten. Alle Challenger gehen in 2019 von Montag bis Sonntag, so dass wir diesen Tag dazu nutzen werden, die Besucher mit den Spielern in Verbindung zu bringen. Das werden Autogrammstunden sein, Foto-Box Aktionen und natürlich die Möglichkeit mit den Profis zu spielen.
Wir werden einen kleinen Eintritt nehmen, der komplett einem guten Zweck zugeführt wird. Die ersten beiden Jahre hatten wir einfach keinen freien Tag, um etwas für die Tennisspieler der Region zu machen. Der freigewordene Sonntag ist wie für einen Familientag gemacht. Da können wir endlich auch mal die Musik voll aufdrehen…

Werden denn Jan Choinski und Benjamin Hassan in der Lage sein, weiter zu kommen als dieses Jahr als sie eine Runde gewinnen konnten?
Auf jeden Fall bringen beide das Zeug dazu mit. Sie haben ja kürzlich ein Future Finale in Trier gegeneinander gespielt, das Jan in drei Sätzen gewonnen hat. Das war über weite Strecken ein hochklassiges Match von beiden. Jan ist sicher etwas weiter, wenn es darum geht sich zu fokussieren. Er spielt sehr konstant, sicher und ist sehr athletisch. Benny hat sich gut entwickelt. Er kommt jetzt aber in die Phase, in der er gewisse Dinge abstellen muss und sich lieb gewonnene Gewohnheiten ändern sollten, wenn er das maximale aus sich rausholen möchte. Da bin ich gespannt, ob er den Weg wirklich gehen will. Bis zur Position 400 konnte er viel auf spielerischem Wege lösen, jetzt geht es darum die richtige Einstellung zum Sport zu finden. Tennisprofi sein heißt letztlich viele Entbehrungen auf sich zu nehmen und keine Ausreden zuzulassen. Da ist nicht jeder für gemacht.

Erste Programmpunkte stehen fest

Benny Hassan ist bei dem Pre-Opening Event natürlich dabei!
Benny Hassan ist bei dem Pre-Opening Event natürlich dabei!

Die Koblenz Open starten nächstes Jahr noch vor dem eigentlichen Turnierbeginn mit einem Event für die ganze Familie. Am Sonntag, dem 13. Januar, ab 14 Uhr habt ihr die Gelegenheit mit Spielern des Turniers Bälle zu schlagen beim großen Familien Tag der Rhein Zeitung. Außerdem könnt Ihr an Probetrainingseinheiten von Tennisschul-Partnern teilnehmen. Näheres dazu folgt in Kürze.
Die ATP hat weitreichende Änderungen beschlossen und so werden alle Challenger von 2019 an von Montag bis Sonntag ausgetragen. Es gibt nur noch eine 4er Qualifikation und ein 48er Hauptfeld, das auf Wunsch des Veranstalters auf 56 erhöht werden kann. Wir werden also eines der ersten Turniere sein, die unter dem neuen Modus ausgetragen werden. Ziel der ATP war es keine überlappenden Turniere mehr zu haben, da zu oft Spiele am Ende einer Woche gerade im Doppel nicht immer seriös abliefen, wenn zum Beispiel ein Spieler zum Sign-In der Einzel Qualifikation eines anderen Turnieres fahren wollte.
Die ITF Future dürfen ab 2020 keine Weltranglistenpunkte mehr vergeben und schon in 2019 fallen bei den 15.000ern die Punkte komplett weg. Das wertet unser Turnier natürlich deutlich auf.

Tennis ist Kunst

Grußwort Koblenz Open:Tennis ist Kunst und war ihr immer auch sehr nahe!

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Marco Cecchinato hat gemeldet!

Marco Cecchinato hat gemeldet!

Die aktuelle Nummer 110 der Weltrangliste konnte dieses Jahr ein Challenger beim Heimspiel in Rom gewinnen, stand dreimal im Finale und viermal im Halbfinale. Der Fan des AC Mailand will die Top 50 entern. Dafür müssen noch ein paar Titel mehr her. Deshalb dürfte Marco top motiviert nach Koblenz kommen
Buongiorno Marco!
ATP Profil:
http://www.atpworldtour.com/en/players/marco-cecchinato/cf01/overview

Jurgen Zopp - Der Nachtmensch

Jurgen Zopp hat gemeldet. Die aktuelle Nummer 162 der Weltrangliste ist eine echte Wundertüte. Die Ranglistenpositionen gleichen einer Achterbahnfahrt. Aktuell fährt sie wieder nach oben. Sage und Schreibe 338 Plätze hat Zopp in den letzten 5 Monaten gut gemacht und dabei Spieler wie Tommy Robredo, Marcos Baghdatis oder Andrea Seppi geschlagen. Turnierdirektor Heiko Hampl kennt aber auch die schludrige Seite von Zopp. Bei den Marburg Open in 2015 rief Zopp nachts um 1.30 an. "Am nächsten Morgen habe ich Jurgen gefragt, was los war. Er sagte er hätte mich nach einem Transfer zum Spielerhotel bitten wollen. Da konnte ich mir ein Lachen nicht verkneifen. Vielleicht ruft er jetzt doch mal tagsüber beim Turnierdirektor an, wenn er erst nachts ankommt. Es gibt schon spezielle Typen auf der Tour".