Die Koblenz Open gehen weiter!

Heiko, Gibt es Neuigkeiten zu den Koblenz Open?
Ja, die gibt es. Wir machen weiter! 17. bis 23. Februar 2020 fliegen wieder die Tecnifibre Bälle mit dem schönen Koblenz Open Logo über das Netz!

Wie kam es zu dieser Entscheidung?
Zum einen hat sich die Stadt Koblenz zum Turnier bekannt und unterstützt es stärker als bisher und zum anderen gab es auch wichtige Gespräche mit der ATP. Dafür möchte ich mich bei Oberbürgermeister David Langner und seinem Team bedanken, genauso wie bei unseren treuen und verlässlichen Sponsoren.

Warum der Terminwechsel in den Februar?
Dieses Jahr hatten wir doch sehr viele kurzfristige Absagen. Das kann natürlich immer mal passieren, aber durch die langen Turnierserien in Australien  und den USA kommen wesentlich weniger Spieler zurück nach Europa. Ich bin sehr glücklich über den neuen  Termin. Er gibt uns mehr Planungssicherheit.

Was war der Inhalte der Gespräche mit der ATP?
Zunächst mal war ich froh, dass man ganz offen sprechen konnte und auch das Gefühl da war, dass unsere Kritik angenommen wurde. Die Reform bei den Challengern hat einfach große Auswirkungen gehabt und die ATP hat eingesehen, dass man bestimmte Punkte viel früher kommunizieren sollte. Vor allem die Punkte, die sich stark finanziell auswirken. Uns hat das Turnier 15.000 Euro mehr gekostet durch wegfallende Zuschüsse, höhere Übernachtungskosten und höhere Aufwendungen für die Schiedsrichter. Das ist schon ein Pfund.

Sind die Koblenz Open denn schon ausvermarktet oder kann man da neue Erlöse erzielen?
Daran arbeiten wir jetzt natürlich bis zum nächsten Turnier. Wir hatten einige potentielle Sponsoren zu Gast und hoffen in Kürze da die ersten Erfolgsmeldungen bekannt geben zu dürfen. Ein Turnier dieser Größenordnung braucht die regionalen Sponsoren, aber eben auch ein, zwei überregional agierende Firmen.

Was soll sich für 2020 ändern?
Das Setup der Halle passt. Da sind es nur Kleinigkeiten, die man angehen sollte. Der VIP Bereich hat das größte Nachholpotential und eine richtig schöne, große Party (wahrscheinlich am Halbfinal Samstag) soll es auch geben. Außerdem stehe ich in Gesprächen mit ehemaligen Profis für ein Show Event. Alle Themen, die wir angehen, sollen eine Bereicherung für die Zuschauer darstellen.

Werden sich die Ticketpreise ändern?
Ja, wir werden die Preise für die Dauerkarten um 4 Euro anheben, dafür die Preise für die Kinder stark reduzieren und auch das Finalticket zum selben Preis anbieten wie das Halbfinale.
Wir sind auch dabei die Möglichkeit auszuloten mit dem Erwerb der Karte den ÖPNV kostenlos nutzen zu dürfen. Das wäre ein echter Mehrwert für die Ticketinhaber, zumal der Bus ja direkt vor der CGM Arena hält. Das sind zunächst zwar auch wieder Kosten die auftreten, aber wir erhoffen uns da natürlich auch ein paar Zuschauer mehr, so dass es sich bestenfalls ausgleicht.

Wann geht der Vorverkauf los?
Wenn wir die Frage nach der ÖPNV Einbindung geklärt haben.

Die Highlights der Koblenz Open 2019

Schaut Euch auf Youtube das 

Video mit den Highlights der Koblen Open 2019 an. Ein wunderbare Woche haben wir wieder gemeinsam mit Euch grandiosen Zuschauern verleben dürfen. Danke für die tolle Stimmung!

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Heiko Hampl: "Koblenz Open 2020? Die Zuschauer hätten es verdient!"

Die dritten Koblenz Open sind vorbei. Veranstalter und Turnierdirektor, Heiko Hampl, blickt im Interview auf das Turnier zurück und gibt Auskunft, was eine erneute Auflage wahrscheinlicher werden lässt.

Die dritten Koblenz Open sind vorbei. Wie lautet dein Resümee?
Es war ein rundum gelungenes Turnier, was uns Hans-Jürgen Ochs, der Supervisor der ATP, in seinem Report bestätigt hat. Man findet immer noch etwas, das es zu verbessern gilt, aber insgesamt darf man allen, die zum Gelingen des Turniers beigetragen haben, ein großes Lob und Danke aussprechen.

Joanna Langhorne, die Direktorin der ATP Challenger Tour, war ebenfalls voll des Lobes. Was bedeuten dir Ihre Worte?
Es ist natürlich schön zu hören, dass man die Arbeit in Koblenz wertschätzt. Der Dialog mit der ATP ist intensiver geworden, was aber auch dringend notwendig war, denn man hatte als Turnierveranstalter nicht immer das Gefühl auf Augenhöhe zu sprechen.

Nun hast du für 2020 kein klares Bekenntnis gegeben, warum?
Mich hat jemand während des Turniers gefragt, ob man mit der Ausrichtung von zwei Challengern leben kann. Man muss! Die Turniere brauchen eine ganzjährige Betreuung und es steckt viel Arbeit auch in den Monaten der Vor- und Nachbereitung drin. Es wäre überhaupt nicht sinnvoll noch andere Tätigkeiten hinzuzunehmen, denn die Challenger haben ein gutes Potential in der Vermarktung, das aber nicht einfach zu heben ist. Wir konkurrieren mit vielen hochwertigen Events und Mannschaftssportarten. Der Sponsor hat freie Wahl, bei wem er sein Budget lassen platzieren möchte. Es gibt einige Punkte, die erst noch geklärt werden müssen, damit man die vierten Koblenz Open ankündigen kann.

Es liegt also vor allem an der Wirtschaftlichkeit?
Mein erstes Challenger vor 9 Jahren hatte ein Preisgeld von 25.000 Euro und anfangs war Hospitality noch eine freiwillige Leistung. Damals haben noch viele Vereine Challenger organisiert. Das hat sich alles total gewandelt. Die finanziellen, personellen und organisatorischen Anforderungen haben sich stark erhöht. Und deshalb braucht man die bestmöglichen Bedingungen, die eine Veranstaltungsstätte hergibt, damit dem Risiko auch eine ausreichend große Chance gegenüber steht.

Haben denn international gesehen die Veranstalter ähnliche Aufgabenstellungen?
Gerade die Grand Slam Nationen haben bei den Challengern stark aufgerüstet. Da ist viel Geld vorhanden und damit sind auch hohe Zuschüsse möglich. Bei den asiatischen Turnieren stecken Regionen und Städte teils sechsstellige Summen rein. Die Veranstalter Landschaft ist also sehr heterogen. In Deutschland muss das Gros des Budgets über Sponsorengelder eingenommen werden.

Was ist denn für dich die größte Aufgabe in der Vermarktung bzw. Sponsorenakquise?
Zunächst mal hast du eine große Lücke in der Wahrnehmung bzw. dem Verständnis, was ein Challenger bedeutet. Der normale Tennisspieler kennt Wimbledon und dann kommen die Medenspiele bzw. LK Turniere. Dazwischen herrscht schon ein gewisses Vakuum. Als ich mit 8 Jahren Tennis spielte, war ein großes Interesse im Verein an Leistungssport vorhanden und der Vorläufer zu den Challengern, die Satellites, genossen eine hohen Stellenwert. Die Tennisspieler wissen, wieviel Punkte sie für einen Sieg beim LK Turnier bekommen, was aber 80 Punkte für den Sieger eines Challengers bedeuten, wissen nur wenige.
In der Vermarktung mag das bei den lokalen oder regionalen Sponsoren noch nicht so ins Gewicht fallen. Da kann man mit Zuschauerzahlen punkten oder der medialen Reichweite.
Überregionalen bzw. bundesweit agierenden Unternehmen muss man aber mehr anbieten und da stößt man auf eine große Schwachstelle der Challenger. Belastbare, beeindruckende und aussagekräftige Statistiken gibt es praktisch nicht.

Woran liegt das?
Der Livestream der ATP ist ein super Produkt. Nur, wir erhalten lediglich die Zahlen der Zuschauer, die sich die Spiele auf der Webseite der ATP anschauen. Statistiken über die Zuschauer z.B. bei den großen Wettportalen gibt es nicht. Wir hatten nur einmal mehr als 10.000 Zuschauer im Stream der ATP. Mit solchen Zahlen kannst du nicht wirklich punkten. Ich hoffe, dass wir da besser unterstützt werden in Zukunft.

Was wäre noch wünschenswert aus deiner Sicht?
Nehmen wir mal die APP der ATP. Die ist klasse. Du kannst live alle Spielstände der großen Turniere und der Challenger verfolgen, Spielpläne einsehen die Weltrangliste checken usw. Diese App müsste viel mehr gepusht werden. Ich schau selbst mehrmals am Tag rein, wer gerade wo und wie spielt. So bleibt man das ganze Jahr über am Ball und das ist doch im Interesse des gesamten Tennissports.
Den Livestream kann man kostenfrei schauen und auf der Webseite einbinden. Das wäre für die deutschen Verbände sicher ein gutes Thema.
Es gibt also schon sehr gute digitale Produkte, nur wissen das viele noch gar nicht.

Bist du denn optimistisch, dass es eine vierte Auflage der Koblenz Open geben wird?
Ich denke, wenn alle Beteiligten wollen, dann kann man auch einen Weg finden. Die Zuschauer hätten es verdient. Es ist so schön zu sehen, wie die Leistung der Spieler honoriert wird. Das Halbfinale war vergleichbar mit dem Einkauf im Supermarkt. Die Marken waren ausverkauft, es gab „nur“ noch Eigenmarke also no names. Aber das ist eben genau der Reiz der Koblenz Open. Es spielen sich Profis in den Vordergrund, die teilweise selbst überrascht waren wozu sie fähig sind. Roberto Ortega-Olmeido kam nach seinen Siegen immer freudestrahlend ins Turnierbüro und sagte „Ich wusste gar nicht, dass ich so gut spielen kann“. Die Stimmung in der Halle fördert Höchstleistungen. Das Match im Viertelfinale von Mikael Ymer gegen Ortega-Olmeido war auf einem extrem hohen Level.

Dann warst du mit der Zuschauerresonanz zufrieden?
Sicher waren einige enttäuscht, das Dustin Brown und Marcos Baghdatis nicht gekommen sind und das mag auch ein paar Zuschauer kosten. Aber das ist das Los des speziellen Termins, der manchmal überraschende Spieler liefert wie Ernests Gulbis und dann wieder Absagen von Spielern der Quali der Australian Open bringt. So lange unsere Teilnehmer weiterhin diesen sehenswerten Sport abliefern, ist alles in Butter. 9700 Besucher bei einem um einen Tag verkürzten Turnier sind absolut in Ordnung. Die Tage sind so lang und man kann so viel Tennis schauen, dass der ein oder andere Dauerkartenbesitzer den Donnerstag oder Freitag eben auch mal auslässt.

Wann wird sich entscheiden, ob es eine vierte Auflage der Koblenz Open geben wird?
Ich hoffe, dass wir in den nächsten Tagen und Wochen, die entscheidenden Gespräche führen können. Natürlich würde ich mich freuen, wenn es ein tragfähiges Ergebnis gibt, dass dann auch eine langfristige Perspektive für die Koblenz Open eröffnet.

Sieger der Koblenz Open 2019

Gianluca Mager (ITA) heißt der Sieger der Koblenz Open 2019. 

Er besiegte Roberto Ortega-Olmedo (ESP) in spannenden drei Sätzen mit 2:6 7:6 (6) 6:2 in der vollen CGM Arena und bescherte den Zuschauern Spannung pur. 

Er erhält nicht nur 6190€ Preisgeld, sondern auch 80 Punkte für die Weltrangliste.

Doppelsieger der Koblenz Open 2019

Die Doppelsieger der Koblenz Open stehen fest. 

Jürgen Melzer und Filip Polasek unterliegen Zdenek Kolar und Adam Pavlasek aus Tschechien mit 3:6 4:6.

Kolar und Pavlasek dürfen sich nun offiziell Doppel-Sieger der Koblenz Open 2019 nennen. 

 

Ab 14 Uhr geht es dann im Einzel um den Titel "Sieger der Koblenz Open 2019".

 

 

 

 

Kommt vorbei und lasst uns die Halle gemeinsam zum Beben bringen.